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Sage von der übergossenen Alm

Wenn man hinaufsteigt zum Blühnbachtor, schaut man auf ein weites Schneefeld, das einen Gletscher bedeckt, und es fällt schwer sich vorzustellen, daß gerade hier an dieser Stelle sich einst eine fruchtbare Almwiese ausbreitete, und eine saftige Weide für viele hunderte Kühe bot.
Es muss ein wunderschöner Fleck Erde gewesen sein, der seinen Bewirtschaftern viel Nutzen brachte. Dies führte dann auch zu großem Reichtum, den die Sennerinnen, die dort oben wohnten, auch weidlich auskosteten.
Sie hatten Milch, Butter und Käse in Fülle, und der Keller barg unzählige Flaschen besten Weins aus Salzburg. Dies wussten auch die Jägersleut zu schätzen, die der Alm recht oft einen Besuch abstatteten und es sich bei den Sennerinnen gut sein ließen.
Und weil es halt so üppig zuging wurden die Mädchen übermütig und waren voller Hoffart. Sie schmückten Ihre Kühe mit Glocken aus reinem Silber und den Stieren wurden gar die Hörner mit Gold überzogen.
Doch damit nicht genug; um sich tanzend besser herumwirbeln zu lassen, übergossen sie eine große Fläche mit Butter, darauf glitten die Füße wie von selbst im Takt der flotten Weisen.
Haben sie für all die guten Gaben, mit denen sie Schildluder trieben jemals ein Dankgebet gesprochen? Daran dachten Sie nicht, sondern trieben ihren Hochmut auf die Spitze und luden selbst den Teufel mit seinen höllischen Gesellen zu sich ein. Sie wanden sich den Teufelshörnern zu und schrieen lauthals ihre Einladung in den Wind. Die Sterne flimmerten schon am Himmel, und es ging auf Mitternacht zu. Spiel, Tanz und berauschender Trank ließ die Sennerinnen immer ausgelassener werden. Sie gebärdeten sich wie toll, und wollten unbedingt, dass der Teufel ihnen seine Aufwartung mache.
Da schlug die Uhr zwölf!
Es erhob sich ein starker Wind und es heulte um die Zinnen und ums Haus, dass es einem grauste. Darauf folgte ein schrecklicher Sturm, her vom Funtenseetauern, die Felsen wogten wie Wellen im Meer. Es war, wie wenn sich der Höllenschlund öffnete und die Alm verschlingen wollte. So geschah es dann auch.
Man sagt, der Teufel hätte seinerseits die Einladung erwidert und seine Gäste höchstpersönlich mit schaurig tosender Begleitmusik in sein feuriges Reich geholt.
Gleichzeitig donnerte wie eine Lawine vom Himmel die schreckliche Strafe, - das ewige Eis. Es bedeckte im Nu die Almen mit seinen Hütten und dem Vieh. Weder Tiere noch Menschen, die dort oben lebten, wurden je wieder gesehen.

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Roman Kurz
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