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Gschichten vom Hüttenwirt

Saisonende Oktober 2013

Diese Texte habe ich im Oktober 2013 unter Aktuelles veröffentlicht.

 

Mittwoch, 2. Oktober

Das angekündigte schöne Wetter ist endlich eingetroffen.

Die beiden Übernachtungsgäste,
 die wir heute hatten, konnten einen tollen Sonnenaufgang erleben.
Auf dem Bild sieht man den Blick Richtung Steinernes Meer mit der markanten Pyramide der Schönfeldspitze. Dahinter sind die Loferer Steinberge und über dem Chiembau hängt noch dick der Hochnebel.
Einer der Gäste hatte eine interessante Art zu fotografieren, nämlich eine alte Polaroid Kamera.

Sicher ist es heutzutage mit der modernen digitale Fotografie einfacher schöne Bilder zu machen. Aber die Einzigartigkeit dieser Aufnahmen hat auch ihren Reiz.

Einen solchen Ausblick beim Frühstück hat man normalerweise nur im Flugzeug. Allerdings ist dort selbst in der ersten Klasse weniger Platz.

 

 

Montag, 7. Oktober

Blick vom Matrashaus Richtung Dachstein

Bei so einem Wetter heute morgen werden wir natürlich am Telefon dauernd gefragt, warum wir jetzt wo doch das Wetter noch so schön ist und sicher noch viele Leute kommen wollen das Matrashaus schon zusperren.

Die Antwort ist folgende:

"Am Donnerstag zieht eine kräftige Kaltfront auf und bringt einen ungewöhnlich frühen Wintereinbruch! "

das sagt nämlich der Salzburger Wetterbericht, und so, oder so ähnlich ist das fast jedes Jahr. In knapp 3000 m Höhe zieht Ende September/Anfang Oktober einfach der Winter ein. Und natürlich gibt es immer wieder auch einen schönen Herbst, aber hier heroben geht das recht schnell mit erheblichen Schneefällen .

Ds Matrashaus winterfest machen ist halt nicht nur Haustüre zusperren und Fensterläden verschließen. 

Angefangen vom Abbbau der Außenantennen, über entleeren der Kläranlage gibt es noch viele Außenarbeiten die im Schneesturm nicht besonders viel Spaß machen und teilweise sogar unmöglich sind. Dann sind wir heroben und hoffen auf ein paar schöne Tage um noch die restlichen Arbeiten erledigen zu können.

Und zuletzt müssen wir auch noch unsere restlichen Sachen mit dem Hubschrauber wieder runter fliegen. Und die Brauerei nimmt halt nur dann die übrigen Bierfässer zurück, wenn diese heroben nicht gefroren sind.

Mal schauen ob am Donnerstag/Freitag das Internet bei uns noch geht, dann stell ich mal ein Bild vom Wintereinbruch hier ein. Das kann man sich jetzt einfach noch nicht vorstellen.

Freitag, 11. Oktober

Der Weterbericht hat recht behalten und bei uns heroben ist der Winter eingezogen. Allerdings habe ich persönlich mit mehr Schnee gerechnet. Aber es soll ja noch nicht vorbei sein.

Schon gestern Nachmittag merkte man einen deutlichen Temperatur Abfall und am Abend begann es dann zu schneien. Heut Morgen war draußen dann alles weiß und ein stürmischer Südwind wehte.

Jetzt um die Mittagszeit sah es so aus. Das ist der Blick aus unserem Küchenfenster. Und der Wetterbericht hat es auch genau so vorauss gesagt:

"Der Nachmittag verläuft dann trocken und die Sonne kommt etwas heraus, zuerst im Pinzgau. " Das sind wir!

Mal schauen wie das Wetter und die Verhältnisse sein werden, wenn wir vom Matrashaus runter gehen. Wahrscheinlich wird es Ende nächster Woche werden, bis wir mit unserer Arbeit hier oben fertig sind.

 

Montag, 14. Oktober

 

Gestern haben drei Leute vom Arthurhaus herauf gespurt. meine Aussage:"...persönlich hätte ich mit mehr Schnee gerechnet" hat sie wahrscheinlich zu der Annahme verleitet es hätte wenig Schnee. Dem ist nicht so, nur liegt üblicherweise Mitte Oktober heroben mehr Schnee. Ich muss mit meinen Aussagen wohl vorsichtiger sein.

 Die Schneemenge, die wir  zur Zeit heroben haben ist durchaus nicht ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Weiter im Westen - Karwendel und die Gegend- hat es anscheinend nochmal deutlich mehr Schnee als bei uns.

Morgen am Dienstag soll das Wetter noch ganz schön sein und dann wird es wieder schlechter. Unsere Arbeit hier oben geht schön langsam dem Ende zu und vermutlich werden wir zum Wochenende hin damit fertig. Spannend wird noch welches Wetter wir zum Runtergehen haben werden. Der Wetterbericht sagt:

"Für Freitag ist die Entwicklung noch völlig offen."

Mittwoch, 16. Oktober

Wir sind mit unseren Arbeiten nun soweit, dass wir absehen können, bis zum Freitag sollten wir das Matrashaus winterfest gemacht haben.
Der Wetterbericht meldet auch ganz gut und wir haben für Freitag einen Flugtermin mit dem Hubschrauber ausgemacht. Der soll unsere ganzen Sachen runter fliegen.
Neben einem Haufel Leergut und zum Teil auch noch vollen Bierfässern sind auch einige private Dinge hinunter zu fliegen.
Dieses Jahr zeigt sich dabei aber ein völlig neues Problem. Meine Damen hier oben haben als neues Hobby Origami entdeckt. Da werden aus Papier ganz kunstvolle Gebilde gefaltet. Solange das kleine Schmetterlinge oder Herzen waren, gibt das mit dem Abtransport auch keine größeren Probleme.
Ganz anders schaut das aber mit einem Stern von solchen Ausmaßen aus.
 
Den hat Denisa, die diesen Sommer bei uns gearbeitet hat gemacht.
Inzwischen hab ich den Stern auch schon in einer eigenen Kiste verstaut und er wird am Freitag hoffentlich unbeschadet mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen.
Wir selbst werden aber nicht mit dem Hubschrauber fliegen, sondern dann am Samstag vormittags runter gehen.
Platz wäre zwar im Hubschrauber am Freitag noch genug, aber Jeni, meine Frau sagt:
"Nur wenn ich zu Fuß runter gehe kann ich auch richtig mit dem Sommer abschließen!"
 

Samstag, 19. Oktober

Leider hat sich das Wetter nicht ganz an den Wetterbericht gehalten und am Freitag war einfach kein Flugwetter. Bis Mittag haben wir noch gewartet, aber erst am Abend rissen die Wolken soweit auf, dass ein Abtransport unserer Sachen möglich gewesen wäre. Aber da war die Hubschrauber Besatzung schon im wohlverdienten Feierabend.

Heute am Samstag war der Terminplan vom Hubschrauber schon so voll, dass auch nichts gegangen ist, also wollen wir am Montag Früh einen neuen Versuch starten.

Nichtsdestotrotz haben wir am Samstag morgen unsere Sachen gepackt und sind abmarschiert.

Schon am Morgen war es auf knapp 3000 m ungewöhnlich warm und vor dem Haus haben wir unser traditionelles Abschiedsfoto gemacht.
Am Gipfelrücken lag natürlich kaum Schnee, den hatte der Sturm der letzten Tage weg geblasen.
 
Ich kann mich eigentlich an kein Jahr erinnern, in dem wir nicht im Schnee abgestiegen sind. Das ist ja auch soweit kein Problem, denn den Weg finde ich auch bei schlechtem Wetter und im Neuschnee wird es höchstens anstrengender.
Das einzige echte Problem kann der Kniebeisser werden. Da sind wir schon davor gestanden und waren froh um Pickel und Steigeisen.
 
Diesmal war es aber gar kein Problem. Der Schnee war weich und es gab sogar ein paar alte Spuren.
An der Torsäule sahen wir in der sonnigen Südwand ein paar Kletterer und auf der  Mitterfeldalm freuten wir beide uns schon auf Kaspressknödelsuppe.
Am Montag starten wir einen neuen Versuch unsere Sachen runter zu fliegen.

 

 

 

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Roman Kurz
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