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Gschichten vom Hüttenwirt

23. August 2013 zu spät unterwegs

 

Und wieder einmal rächt sich die Unvernunft. Letzten Freitag war eine Familie, 
Opa, Oma, Vater, Mutter und zwei kleine Kinder zwar zu einer vernünftigen Zeit (8:00 Uhr ) auf der Mitterfeldalm gestartet, haben aber viel zu lange gebraucht. Nach 5 Stunden waren sie gerade mal an der Torsäule. 
Andere Bergsteiger, die diese Familie überholten boten zwar ihre HIlfe an, die wurde aber abgelehnt.
Abends gegen halb sieben, inzwischen tobte sich draußen schon das angekündigte Gewitter aus, kam die Mutter mit den beiden kleinen Kindern am Matrashaus an. Sie  sprach nur gebrochen Englisch, aber wir brachten zumindest heraus, das ihr Mann mit Oma und Opa bald kommen sollte.
 
So gegen  acht, halb neun Uhr kam dann auch tatsächlich der Ehemann an, aber nur mit der Oma.
Der Opa war völlig erschöpft und kam über das Leiterl kurz vor der Hütte nicht mehr herauf. Zum Glück war an  diesem Tag das Matrashaus  gut besucht, und schnell war eine Truppe zusammengestellt, die zu dem Erschöpften Ungarn abgestiegen ist.
Bei der nächtlichen Bergung am Leiterl
 
Auch zwei Ärzte waren an diesem Tag auf der Hütte. Einer der beiden stieg mit zu dem Mann ab, und konnte ihn soweit stabilisieren, dass er in einer gemeinsamen Kraftanstrengung über das Leiterl rauf gebracht werden konnte. 
Von dort trugen wir ihn in einer Trage bis zum Matrashaus. Hier wurde er soweit versorgt, dass er die Nacht gut überstand.
 
Dass diese Geschichte diesmal gut ausgegangen ist, hat der Mann einer Reihe von glücklichen Umständen zu verdanken.
Wären an diesem Abend nicht genügend Helfer auf der Hütte gewesen, wären zufällig nicht zwei Ärzte anwesend gewesen und hätte sich das Wetter später  zum Glück nicht halbwegs beruhigt, dann wäre ich mir nicht sicher, ob der Mann diese Nacht überlebt hätte.
 
Aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende.
Der nächste Tag war recht schön, allerdings vermeldete der Wetterbericht für Nachmittag und Abend wieder Gewitter.
Ich fragte bei der Familie nach ob wir für den Abtransport einen Hubschrauber bräuchten. Wenn sie sich gut genug fühlten um selbst abzusteigen, sollten sie aber wenigstens früh genug starten.
Anscheinend war halb zehn früh genug, zumindest für die Familie.
Wie ich dann heute von der Bergrettung Mühlbach erfahren habe, kam die Familie erst abends um halb zehn auf der Mitterfeldalm an.
Der Opa musste von der Bergrettung ins Tal gebracht werden, und die Oma wurde vom Hubschrauber unter der Torsäule abgeholt und ins Krankenhaus gebracht.
 
Vielleicht wird jetzt klar, warum ich grundsätzlich nicht länger als bis 17:00 Uhr reserviere. Auch wenn's anscheinend nicht immer was bringt.
 

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Roman Kurz
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