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Das Matrashaus am Hochkönig in Österreich

MATRASHAUS GESCHLOSSEN

Das Matrashaus öffnet wieder im Juni 2017.
Bis dahin steht nur ein jederzeit offenes Notlager mit 10 Schlafplätzen zur Verfügung.
In diesem Winterraum gibt es Decken, aber keine Heiz- und keine Kochmöglichkeit.
Wir lassen im Herbst einige Trinkwasser Flaschen und Bierdosen im Winterraum. Diese sind im Winter aber im allgemeinen gefroren.
 

Das Matrashaus ist eine der höchstgelegenen Schutzhütten der Alpen. Die Hütte steht auf 2941m direkt am Gipfel des Hochkönig.

Der Klettersteig Königsjodler endet am Hohen Kopf, von dort sind es noch ca. 45 Minuten bis zum Matrashaus.


Eigentümer des Franz-Eduard-Matras Haus ist der Österreichische Touristenklub (ÖTK).
Durch die einzigartige Lage hat man vom Matrashaus einen Ausblick auf über 200 Dreitausender. Der Blick reicht vom Toten Gebirge über den Großglockner bis zur Zugspitze.
Berühmt sind der Sonnenauf- und -untergang am Matrashaus.

Da alle Zustiege vom Tal aus sehr weit sind, wird die Hütte ausschließlich mit dem Hubschrauber versorgt.

Matrashaus im Morgenlicht

AKTUELL

Dienstag, 25. Oktober 2016
beim Abspeichern dieses Eintrags ist mir anscheinend ein Fehler unterlaufen, weil kein Text, sondern nur die Bilder zu sehen waren.
Dann will ich mal einen Text nachreichen.
Am Sonntag Abend waren wir mit unseren ganzen Arbeiten soweit fertig, dass am Montag neben dem Verpacken der Sachen die noch runter geflogen werden sollten, nicht mehr viel zu machen war.
Wir haben es uns mit dem Abendessen in unserem Zimmer bequem gemacht.
Der Hubschrauber sollte um halb acht Uhr am Morgen kommen. Das wäre so ganz knapp um den Sonnenaufgang herum gewesen.
Insgesamt hatten wir geschätzte 600-700 kg zu verpacken.
Also war klar, die die ganze Verpackungsaktion würde schon in der Finsternis beginnen müssen.
Ich hatte mir den Wecker auf halb sechs Uhr gestellt war aber schon ab halb fünf Uhr wach.
Natürlich konnte ich nicht mehr einschlafen, denn sofort kreisen die Gedanken im Kopf.
was ist wenn das geschätzte Gewicht doch mehr bei 800 Kilo als bei 600 Kilo liegt?
Vielleicht würden auch 750 Kilo gehen. Es sind auch schon 800 Kilo geflogen worden. Das hängt aber von den Windverhältnissen, der Temperatur und auch davon ab, wieviel Sprit der hubschrauber im tank hat.
Und zuletzt weiß ich ja noch nicht welcher Heli heute kommt.
Wenn es die kleine Maschine ist, dann könnten schon 600 Kilo zuviel sein.
Jeni wartet auf den Hubschrauber
Dazu kommt, dass mir Mario, der die Hubschrauber Einssätze bei der Firma Knaus plant, diesen Termin netterweise noch irgendwo reingequetscht hat.
Ich habe nämlich ganz unbedarft gedacht jetzt Ende Oktober haben die meisten Hütten schon zu und da wird ganz leicht Zeit für unsere Hüttenentsorgung sein.
Da ist mir nur leider ein ganz menschlicher Fehler unterlaufen, ich habe die Sache eben nur aus meiner eigenen Sichtweise betrachtet.
 
Jetzt im Spätherbst werden in den Skigebieten die Schneekanonen auf den Pisten verteilt und das wird zum Großteil mit Hubschraubern erledigt.
Ich hatte also Glück, dass Mario  meine Hüttenentsorgung noch möglich gemacht hat und sollte deshalb auch schauen, dass der Abtransport möglichst schnell vonstatten geht.
 
Bei einer normalen Hubschrauber Versorgung kommt der Hubschrauber zuerst rauf und bringt einen Flughelfer, der den Hubschrauber per Funk genau einweisen kann und auch die Flugsäcke anhängt.
Mein Plan für dieses Mal war, die Flugsäcke soweit fertig zu packen, dass der hubschrauber nur ein Mal mit dem Seil und dem Lasthaken unten dran zu kommen braucht. Ich hänge die Säcke an, der Heli fliegt wieder und lädt die Flugsäcke unten am Arthurhaus ab.
Dazu braucht es zum einen einen sehr guten Piloten, weil ich ja keinen Kontakt zum Hubschrauber habe und zum anderen muss der Hubschrauber das Gewicht der Säcke auch problemlos anheben können.
Wenn es da irgendein Problem gibt, kann mir der Pilot nichts sagen.
Also bin ich um viertel nach Fünf aufgestanden und habe lieber doch noch alle Sachen vor dem Verpacken nachgewogen. 
Die Schachteln in denen wir unsere Sachen verpacken, also quasi die "Umzugskartons" hätte ich vom Gewicht völlig überschätzt. Da sind alles in allem nicht einmal 120 Kilo zusammen gekommen.
Das meiste davon sind dabei noch die Aktenordner.
Aber wo ich mich ganz erheblich getäuscht hätte war der ganze Müll.
Das meiste Volumen waren diesmal die sogenannten Gelben Säcke.
Die sind tatsächlich nicht so schwer, aber nur die Säcke mit Dosen und Glas haben das Gewicht des Mülls auf über 500 Kilo ansteigen lassen.
Beim Einkaufen versuchen wir möglichst viel Müll zu vermeiden.
Glasverpackungen kaufen wir eigentlich überhaupt nicht, aber beim Glas habe ich nicht an die ganzen Bier- Wein- und gelegentlich Schnapsflaschen unserer Gäste gedacht.
Das hätte ich wirklich komplett unterschätzt was sich da so im Laufe der Zeit ansammelt.
Zweimal falsch ergibt nicht immer richtig, aber diesem Fall sind wir dadurch doch wieder auf ein Gesamtgewicht von 650 Kilo gekommen.
Gewichtsmäßig waren wir also im grünen Bereich.
Um kurz nach sieben ruft Philipp an, der Hubschrauber wäre bereit und würde demnächst kommen.
wie sich gezeigt hat, war der Plan der Hubschrauber Besatzung aber ein anderer als der meine. Sie haben doch zuerst Hans den Flughelfer bei uns am Matrashaus abgesetzt, dann unsere Säcke runter geflogen und Hans dann beim Weiterflug zu den Schneekanonen wieder am Matrashaus eingeladen.
 
Hans montiert das Gehänge für die Flugsäcke am Hubschrauber
 
Für uns war es egal, hauptsache unsere Sachen sind sicher ins Tal gebracht worden.
Hätte es heute nicht mit dem Flug geklappt, müsste ich bei Flugwetter nochmal aufs Matrashaus gehen um die Säcke draußen für den Abtransport vorzubereiten.
 
Abflug zu den Schneekanonen
 
Unsere beiden spätberufenen Gäste vom Samstag hatten bei ihrem Abstieg am Sonntag ein im Fernglas gut sichtbare Spur im Schnee hinterlassen.
das veranlasste uns, in der Hauptsache natürlich mich, zu der Annahme, wir könnten unsere Schneeschuhe bedenkenlos mit dem Hubschrauber ins Tal schicken.
wir waren noch keine 100 Meter vom haus weg, da war ich mir schon nicht mehr so sicher ob meine Entscheidung die richtige Entscheidung gewesen ist.
Direkt um die Hütte ist die Schneemenge oft gar nicht so richtig einzuschätzen, weil der Gipfel so stark dem Wind ausgesetzt ist und dadurch der meiste Schnee verblasen wird.
Diesmal waren die ersten Meter am Leiterl so stark überwächtet wir wir beide es bisher noch nicht erlebt hatten. wenn nicht schon die Spur unserer Vorgänger vorhanden gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich nochmal ein Seil im Matrashaus geholt. Oder wir wären über den Gipfelhang abgestiegen.
 
Jeni im tiefen Neuschnee unterm Leiterl
 
Klar wäre es teilweise im tiefen Schnee mit Schneeschuhen leichter gewesen, aber auch wenn die gestrige Spur immer wieder zugeweht gewesen ist, so war sie beim Großteil des Abstiegs eine echte Hilfe.
Meine gestrige Verwunderung über die Unvernunft der späten Ankunft wich gelegentlich einer Bewunderung für das Durchhaltevermögen bei solchen Verhältnissen ohne Schneeschuhe im Dunkeln sich bis aufs Matrashaus durchzuschlagen.
 
Jeni unterm sogenannten Quellbuckel
 
teilweise ging der Schnee schon weit über die Knie
 
Vor dem Schneefall habe ich wie berichtet ja bis zum Feldhernnhügel die ganzen Markierungstangen neu eingebohrt und auch durchgehend neu gestrichen.
Jetzt bei diesen Verhältnissen hat es mir richtig Freude gemacht zu sehen, wie die Stangen eigentlich die einige Möglichkeit sind sich auf der Hochfläche zu orientieren.
 
Jeni am Weg zum Feldherrnhügel
 
Ab dem Gletschereingang, also in etwa dort, wo der Weg von der Hochfläche auf die südseite des Hochkönigs wechselt, begann der Schnee langsam weniger zu werden, und am Kniebeißer (Schartensteig) war durch die südseitige Exposition der Schnee schon deutlich zusammen gesunken.
Der Abstieg über den Kniebeißer war überhaupt kein Problem und teilweise sogar besser als im Sommer.
Mir geht es zumindest so, weil ich mit meinen lädierten Kniegelengen lieber im weichen Schnee ab steige.
 
Absiteg über den Kniebeißer
 
Dort wo man im oberen Ochsenkar von der Torsäule auf die Mandlwandseite wechselt, ist im Aufstieg ungefähr die Hälfte geschafft.
Im Abstieg verschiebt sich das ein wenig. Auf jeden Fall bei solchen Verhältnissen, denn ab der torsäule war schon deutlich weniger Schnee, an der Südwand der torsäule konnten wir sogar eine Seilschaft beim Klettern beobachten.
 
Querung unter der Torsäule
 Und je weiter man in Richtung Mitterfeldalm kommt, umso mehr steigt man vom Winter in den Herbst hinunter.
Obwohl ich kein so besonders großer Blumen- oer Pflanzenfreund bin, begeistert mich die Gelbfärbung der Lärchen jedes Jahr aufs Neue.
 
Ansonsten hab' ich's nicht so mit Blumen und Pflanzen.
Lebenserhaltende Maßnahmen bei den Blumen meiner Frau (Blumen gießen) werden in ihrer Abwesenheit fast immer an meine Schwägerin übertragen.
Ich kann mit solchen Aussagen wie, das merkt man ob die Pflanze noch Wasser braucht, oder man merkt es wenn es zuviel Wasser ist, nichts anfangen.
Ich merk's nicht, außer daran, wenn ich für die mangelhafte Blumenpflege gerügt werde.
Ich bräuchte klare Ansagen oder am besten kleine Schilder an jeder Pflanze.
Datum und benötigte Wassermenge in Milliliter.
Deshalb mag ich Lärchen, oder alle freilebenden Pflanzen. Da brauche ich mir keine Gedanken um die lebenserhaltenden Maßnahmen zu machen.
 
gelb gefärbte Lärchen vor der kleinen Gaisnase.
 
Auf der Mitterfeldalm wartete eine Überraschung. Babsi und Harald, unsere Nachbarn von der Ostpreußenhütte, haben ihren Ruhetag genutzt und haben Hans und Maria auf der Mitterfeldalm besucht.
Vielleicht sollten wir das wirklich zu einer festen Eirichtung werden lassen, und noch andere Hüttenwirte zu einem Hüttenabschluss dazu laden.
Übrigens nächsten Sonntag gibt's den Hüttenabschluss von Hans und Maria auf der Mitterfeldalm.
 
 
Sonntag, 23. Oktober 2016
am Samstag Morgen war es bei uns hier oben schon gleich schön, aber auch richtig kalt.
 
Den Dohlen scheint die Kälte aber nichts auszumachen.
 
Dohlen frühmorgens vor dem Klettersteig Ausstieg
 
Wir haben in diesem Sommer ja eine neue Photovoltaik Anlage bekommen und wir wollen versuchen die Anlage diesen Winter durchlaufen zu lassen. Wir können dann eine Gefriertruhe eingeschaltet lassen und brauchen zum Beispiel das übrige Brot nicht über die Südwand runter werfen.
Zum Schutz der Batterien vor Tiefentladung, das würde sie nämlich sehr schnell zerstören, können verschiedene Schutzprogramme am Wechselrichter einprogrammiert werden.
Beim Schonprogramm 2 wird der Stromverbrauch bei Unterschreiten eines bestimmten Wertes sofort abgeschaltet und der Wechselrichter versucht dann in bestimmten Abständen immer wieder ob inzwischen genug Ladung für die Batterien von der Solaranlage kommt.
Ich wollte das natürlich vorher auch mal testen, aber es lag momentan zu viel Schnee auf den Solarzellen.
ich hab' deshalb gleich frühmorgens die Solarzellen vom Schnee befreit, damit die sonne dann die restliche Arbeit erledigen.
Nur zur Information, das Batterieschonprogramm funktioniert tadellos.
 
Schneeräumen an den Solarzellen
 
Am Montag früh um halb acht soll der Hubschrauber kommen um mit einem Flug noch ein paar Sachen von uns runter zu fliegen.
Anschließend wollen wir auch gleich runter gehen.
Also haben wir am Samstag begonnen die Hütte winterdicht zu machen.
 
Jeni macht die Fensterläden dicht
 
Obwohl wir offiziel seit letztem Montag geschlossen haben ist am Samstag Abend doch ein Pärchen bei uns aufgetaucht.
Abmarsch am Arthurhaus um halb zehn Uhr, Ankunft am Matrashaus um kurz nach 21.00 h.
Jetzt um diese Jahreszeit ist es sowieso nur noch knappe 12 Stunden hell, da ist es bei so einem Gehtempo keine gute Idee erst so spät zu starten.
Zum Glück ist nochmal alles gut gegangen, aber darauf verlassen solle man sich besser nicht.
Heute morgen kamen die beiden auch erst um kurz nach Zehn. Aber das zeigt schon die Erfahrung, wer am Abend spät kommt, ist auch am Morgen nicht früh dran.
Zumindest war heute den ganzen Tag das Wetter schön, die beiden sollten also schon noch gut runter gekommen sein.
Für uns hat es den Vorteil, dass es jetzt eine Spur runter gibt und wir die Schneeschuhe mit dem Hubschrauber runter schicken können.
Morgen um halb acht soll der Heli kommen, das heißt für uns so gegen sechs Uhr mit dem Verpacken der Flugsäcke beginnen.
Da werden wir wohl noch die Stirnlampe brauchen.
Aber Hauptsache der Abtransport unserer Sachen geht glatt.
Morgen um die Zeit wissen wir mehr.
 

G'schichten vom Hüttenwirt

Wenn ihr mehr über das Matrashaus wissen wollt, dann schaut einfach rein in die "Geschichten vom Hüttenwirt" unter "Extras" ...

Webcams Matrashaus

Webcam Matrashaus
Blick vom Matrashaus / Hochkönig 2941 m ü.NN in Richtung S/O,links die Torsäule mit Normalanstieg (Aktualisierung alle 15 Min. von 6:00 - 20:45 Uhr)
 

Blick vom Matrashaus über den Königsjodler nach Südwesten
(Bildquelle: www.foto-webam.eu)

Eine Hütte des Österreichischen Touristenklubs ÖTK

ÖTK Österreichischer Touristenklub

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Roman Kurz
Hüttenwirt vom F.E. Matrashaus / Hochkönig
A-5505 Mühlbach, Austria
Tel. Hütte :   0043 6467 7566
Reservierungen bitte  über das Reservierungsformular !
 
 

Tel. Tal: +49 (0)8650-984733 (im Winter)

Für Reservierung/Stornierung benutzen Sie bitte unser Reservierungsformular (erreichbar über "Übernachtung >> Reservierungen").

Internet: www.matrashaus.at

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