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Donnerstag, 18. August 2016
Der Wetterbericht klang diese Woche für alle Tage ziemlich ähnlich.
Mal hieß es  "Wolken, Sonnenschein und Regen wechseln einander ab,"  
oder: "zeitweise ist es sonnig, immer wieder sind aber auch Regenschauer möglich."
"Oft bewölkt, immer wieder Regen, dazwischen kann sich aber auch ab und zu die Sonne zeigen."
Auch das ist eine beliebte Meteorologen Formulierung.
 
Alle drei Aussagen bedeuten das gleiche, es ist unbeständig.
Wann und wo sich genau die Sonne zeigt ist ungewiß ebenso wann und wo es genau  regnen wird.
 
Jetzt fürs Wochenende ist endlich Wetterbesserung in Sicht.
Wobei es mich wundert, dass für den Samstag andauernd wetterbedingte Stornierungen rein kommen.
 
"Vereinzelte Nebelfelder lichten sich rasch und dann ist es bei föhnigem Südwestwind bis weit in den Nachmittag hinein sonnig mit nur dünnen Wolkenfeldern. Ab dem späteren Nachmittag ziehen aber von Westen her Regenschauer und Gewitter auf."
So hört sich der Wetterbericht für Samstag an, und weil immer wieder nach meinem Bauchgefühl gefragt wird.
Frühzeitiger Aufbruch, rechtzeitige Ankunft im Matrashaus dann sollte es am Samstag keine wetterbedingten Probleme geben.
 
Wir können die prognostizierte Wetterbesserugn auch wirklich gebrauchen, denn seit Mittwoch versuchen wir schon die ganze Zeit endlich unsere Hüttenversorgung zu machen.
Langsam geht uns wirklich alles aus, und sollte es morgen Vormittag tatsächlich mit der Hubschrauberversorgung klappen ist für Nachmittag gleich mal das Projekt Knödel machen angesagt.
 
Auch wenn es sich beim letzten Mal nicht so angehört hat, wir hatten am Hochfrautag (Maria Himmelfahrt) auch ganz vernünftige Gäste.
Und über einen habe ich mich ganz besonders gefreut.
 
Jeni beobachtet den Sonnenuntergang aus unserer Küche
 
Vor einiger Zeit war nach einer Klettertour ein Gast an der Theke, und fragte ob er mal zu uns rauf kommen dürfe um ein paar Portraits von uns zu machen.
ich habe einfach mal JA  gesagt, denn solche oder andere ungewöhnlichen Wünsche werden des öfteren an uns herangetragen.
Eigentlich nie kommen sie zur Umsetztung denn es es halt doch ein weiter Weg bis auf den Hochkönig.
Aber diesmal stand der besagte Gast tatsächlich vor mir und hatte seine Ausrüstung mit über 20 Kilogramm von Werfen herauf geschleppt.
 
Viel Zeit hatten wir an diesem Abend nicht, denn die Hütte war voll, aber Oliver der Fotograf war mit einer solchen Begeisterung am Werk, dass er uns alle mitgerissen hat.
Er hatte gleich eine Vorstellung von den Bildern die er machen wollte, und Denisa musste das Stativ ersetzen,wurde so zur Beleuchterin befördert.
Das alles dauerte keine 5 Minuten und hielt uns kaum von den Essensvorbereitungen für das Abendessen ab.
 
Unsere Küche als Fotostudio
 
Nach dem Abendessen ging ich mit meinem Fotoapparat auch noch nach draußen auf Motivsuche, denn die Quellwolken über dem Alpenhauptkamm wirkten gewaltig im letzten Sonnenlicht des Sonnenuntergangs.
Normalerweise fotogtrafiere ich solche Wolkenstimmungen gerne mit dem Teleobjektiv, aber mit meinem neuen Fisheye Objektiv versuche ich immer wieder eine neue Perspektive und Stimmung einzufangen.
Sonnenuntergangsstimmung am Matrashaus
 
Als ich so ums Haus ging, traf ich auch auf Oliver. Er gab mir gleich ein paar Tipps wie ich mit so einem Superweitwinkel wie dem Fisheye Objektiv am besten die Emotionen einfangen könnte.
"Näher ran, noch näher ran - Du bist zu weit weg du musst noch näher ran. Klapp mal den Blitz auf... da musst du später in der Bildbearbeitung wieder abdunkeln..."
 
ein erster Versuch von mir - Oliver mit Barbora
 
Innerhalb kürzester Zeit bekam ich von Oliver so viele Anregungen und Hilfestellungen dass ich schon fast ein wenig überfordert gewesen bin.
Aber ich bekam eine Ahnung wieviel Luft nach oben bei mir in fotografischer HInsicht noch war.
Oliver hat sich dann der Reihe nach auch noch die ganze Matrashaus Belegschaft geschnappt und Portraits gemacht.
Ein Bild von meiner Frau hat er mir inzwischen schon zugeschickt.
Für mich sieht das schon wie eine Aufnahme aus dem Fotostudio aus und ich bin begeistert. 
Natürlich hauptsächlich von meiner Frau und dann erst von der fotografischen Leistung!
 
Portrait der Hüttenwirtin
 
und hier noch ein Portrait von Denisa
 
Am nächsten Morgen, quetschte ich Oliver zwischen den Frühstücksvorbereitungen noch zu ein paar fotografischen Problemen von mir aus, da kam von ihm ein ungewöhnlicher Vorschlag.
 
Er wäre bereit einmal ein Wochenende aufs Matrashaus zu kommen und dann an alle Interessierten sein fotografisches Wissen weiter zu geben.
Man könnte zum Beispiel dann eine Station machen:
 wie fotografiere ich am besten einen Sonnenuntegang?
Fotografische Motive gibt's hier oben genug  und Menschen die über ein paar professionelle Tipps dankbar sind sicher auch.
 
Was mich aber am allermeisten an seinem Vorschlag freut, dass jemand bereit ist,etwas für andere zu tun ohne gleich wieder darauf zu schielen was für ihn selbst dabei heraus springt.
Und Oliver ist ein Fotograf dessen Stundenlohn normalerweise im dreistelligen Bereich liegt.
Dass er dieses Geld auch wert ist kann man auf seiner Homepage beurteilen.
 
 
Wenn wir dieses Jahr noch einen Termin für den Foto Workshop finden, werde ich das natürlich auch gleich auf unsere Homepage setzten.
 
Dienstag 16. August 2016
„Geh nicht zu weit weg, damit Dich Dein Mutterschiff wieder findet!“
Diesen Spruch aus der Fersehserie „The Big Bang Theory“ hätte ich letzes Wochenende wirklich des öfteren benutzen können.
 
Alles begann ganz normal, bis mich Harald, der Wirt von der  Ostpreußenhütte anrief.
Bei ihm hat letzte Nacht ein Asiate übernachtet und die ganze Hütte rebellisch gemacht weil er die ganze Nacht durchgesoffen hat.
Heute ist er zum Matrashaus aufgebrochen und hat noch eine Flasche Schnaps dabei.
Ich würde ihn sofort erkennen, denn er ist ganz in schwarz gekleidet, schwarze Hose, schwarze Jacke schwarzer Hut und sogar der Rucksack ist schwarz.
Ich war also gewappnet.
 
Irgendwann am Nachmittag tauchte dann bei uns an der Theke so eine Gestalt auf.
Kurze schwarze Hose, weißes Hemd und schwarzes Sakko. Schwarzen Rucksack hatte er keinen sondern eine schwarze Plastiktüte in der blutverschmierten Hand.
Er bestellte ein Bier aber ich hab ihm gleich gesagt keinen Tropfen Alkohol und habe ihm ein Glas Sodawasser gegeben.
Irgendwie sah der aber gar nicht wie ein Asiate aus. Also hab’ ich ihn zuerst gefragt von wo er herkommt.
Von Prag über Amsterdam zum Hochkönig. Sein Freund sitzt draußen und sei von der Landschaft völlig hypnotisiert. Er selbst müsse sich ein wenig ausruhen und wollte nur schlafen.
Jetzt sah ich auch, dass beide Hände völlig aufgeschlagen waren. Er selbst war ganz überrascht wie seine Hände aussahen, das hatte er gar nicht bemerkt.
Also habe ich ihn zuerst mal verpflastert.
 
Augenscheinlich war er nicht der angedrohte Asiate sondern hatte sich in Amsterdam zu sehr in einem Coffeshop mit Gras eingedeckt.
Um meine Theorie zu überprüfen, habe ich die Wunden mit Arnika desinfiziert. Keine Reaktion wo andere schon gleich an die Decke springen.
Also habe ich ihm angedroht wenn ich irgendwelche Drogen bei ihm finden würde, könne er heute Nacht draußen vor der Hütte schlafen.
Ich hoffte nur, dass er die Drohung auch ernst nehmen würde, durchziehen konnte ich sie natürlich nicht.
Als er endlich im Bett lag, ging ich auf die Suche nach seinem hypnotisierten Freund, aber alle anderen Gäste vor der Hütte sahen reichlich normal aus.
Aber dann kam schon tatsächlich der angedrohte Asiate.
 
Wieder der gleiche Spruch von mir – keinen Tropfen Alkohol. Und wenn ich sehe dass er etwas von seinem mitgebrachten Schnaps trinken würde, könne er heute Nacht draußen vor der Hütte schlafen.
 
Schön langsam würde es vor der Hütte eng werden.
„Nein, nein bitte einen gespritzen Apfelsaft!“ kam es sofort zurück.
Eine Portion Spaghetti noch einen gespritzten Apfelsaft und mein schwarz gekleidetes Gegenüber verabschiedete sich ins Bett.
Manchmal hat es auch Vorteile, dass die Gäste richtig fertig sind, wenn sie im Matrashaus ankommen.
 
Mittlerweile war mein Coffeshop Besucher aufgewacht und wollte noch absteigen. Alles gute Zureden half nichts, er brach mit seiner Plastiktüte in der Hand in Richtung Mitterfeldalm auf.
Anfangs dachte ich noch zumindest ist ernicht alleine, aber es zeigte sich, aber wie sich zeigte war das mit seinem hypnoitisierten Freund nur Einbildung, denn er marschierte ganz alleine den Normalweg hinuter.
 
Damit war es aber noch nicht vorbei.
Abends um neun kam ein junges Pärchen zur Türe rein. Sie war die auffälligere Erscheinung. Blond, gutausssehend, ganz kurze, ausgefranste Glitzerjeans und eine englische Fahne um die Hüften gebunden.
Ihn habe ich mir dann verständlicherweise nicht mehr so genau angeschaut.
Beide hatten nichts dabei außer einer Leinen Umhängetasche.
Die Schuhe waren auch so Leinen Turnschuhe. Ich glaube neumodern sagt man da  Sneackers.
Sie waren um fünf Uhr an der Mitterfeldalm los gelaufen und hatten dort ihre Rucksäcke aus Gewichtsgründen zurück gelassen.
Achja, Geld hatten sie natürlich auch keines dabei. Vielleicht auch aus Gewichtsgründen.
Nach einer Suppe und einem Tee sind die beiden sogar ganz brav ins Bett gegangen.
 
Wir beobachteten derweilen wie sich vom Ausstieg des Klettersteigs  her die Lichter von drei Stirnlampen langsam dem Matrashaus näherten. Das waren anscheinend die letzten einer 14 köpfigen polnischen Gruppe die sich als Ziel den Königsjodler gewählt hatten.
Mit sechszehn Stunden hatten sie allerdings noch nicht den Rekord für die meines Wissens längste Begehung gebrochen. Der liegt bei 18 Stunden.
Nachdem sie es sich aber für eine längere Rast auf dem Westgipfel bequem gemacht hatten sind wir nach halb elf Uhr dann doch ins Bett gegangen.
Wenn’s ihnen nicht pressiert kümmern wir uns lieber um unseren notwendigen Schlaf.
 
Am nächsten Morgen telefonierte ich dann mit unseren Nachbarn.
Hans von der Mitterfeldalm wollte wissen ob ein junges Bergläufer Pärchen bei mir über Nacht geblieben sei. Die hätten nämlich Ihre Rucksäcke bei ihm gelassen.
Nachdem wir uns über ein auffälliges, gleiches Erkennungsmerkmal  einigen konnten (die englische Fahne um die Hüften) war klar, die beiden waren bei uns geblieben.
das englische Hüfttuch zieht wieder ab
 
Dann wollte Hans von mir noch wissen, ob ich etwas von einem Bergrettungseinsatz in der Nacht wisse.
Bei ihm vor der Hütte ist in der Nacht ein Feuerwehr Auto gekommen und gelegentlich kommt damit die Bergrettung.
Von einem Bergrettungseinsatz wusste ich nichts, aber das klärte sich im späteren Telefonat mit Harald von der Ostpreußenhütte.
 
Vor meinen drei Polen waren anscheinend noch andere in der Dunkelheit Richtung Mitterfeldalm abgestiegen.
Von Werfenweng aus waren im Ochsenkar regelmäßige Lichtzeichen gesehen worden, die auch in Handyzeiten noch als alpines Notsignal zu werten sind. Also musste die Werfener Bergrettung ausrücken und hat auf Höhe der Torsäule auch tatsächlich noch 4 weitere Polen eingesammelt.
Von einem alpinen Notsignal wussten die nichts, sie wären nur ganz normal mit ihren Stirnlampen abgestiegen.
 
Tja und am frühen Vormittag kamen zwei von der Mitterfeldam rauf, die waren auch in der Nacht mit Stirnlampen am Normalweg unterwegs gewesen. Allerdings bergauf.
Was mich noch interessieren würde: haben die eigentlich die vier entgegenkommenden Polen getroffen?
 
Aber ist ja egal, das wichtigste ist doch, dass sich niemand verlaufen hat und hoffentlich alle wieder von ihrem Mutterschiff aufgenommen werden konnten.
 

Samstag 13. August 2016

Schon gestern abend hat es zu tauen begonnen und anscheinend war auch über die Nacht Tauwetter angesagt.

So sah heute morgen der Königsjodler schon ziemlich schneefrei aus.

Um zehn Uhr kamen auch die ersten vom Klettersteig ins Matrashaus.

„Fast kein Schnee mehr“ wußten die ersten zu berichten.

Insgesamt sind heute sicher an die 50-60 Leute über den Königsjodler aufgestiegen.

 

Die Normalwege sowohl von der Ostpreußenhütte wie auch vom Arthurhaus über die Mitterfeldalm sind gut zu begehen. Der Schnee stellt keine Behinderung dar, allerdings ist gutes Schuhwerk angesagt, weil man doch über länger Strecken durch den naßen Pappschnee gehen muss.

 

Von den Teufelslöchern und dem Übergang ins Steinerne Meer habe ich keine Informationen, da sollte es aber auch keine größeren Probleme geben.

Und zum Birgkar mag ich einfach nichts mehr sagen.

 
 
 
 

Das Matrashaus am Hochkönig in Österreich

 

Das Matrashaus ist eine der höchstgelegenen Schutzhütten der Alpen. Die Hütte steht auf 2941m direkt am Gipfel des Hochkönig.
Eigentümer des Franz-Eduard-Matras Haus ist der Österreichische Touristenklub (ÖTK).
Durch die einzigartige Lage hat man vom Matrashaus einen Ausblick auf über 200 Dreitausender. Der Blick reicht vom Toten Gebirge über den Großglockner bis zur Zugspitze.
Berühmt sind der Sonnenauf- und -untergang am Matrashaus.

Da alle Zustiege vom Tal aus sehr weit sind, wird die Hütte ausschließlich mit dem Hubschrauber versorgt.

Matrashaus im Morgenlicht

G'schichten vom Hüttenwirt

Wenn ihr mehr über das Matrashaus wissen wollt, dann schaut einfach rein in die "Geschichten vom Hüttenwirt" unter "Extras" ...

Webcams Matrashaus

Webcam Matrashaus
Blick vom Matrashaus / Hochkönig 2941 m ü.NN in Richtung S/O,links die Torsäule mit Normalanstieg (Aktualisierung alle 15 Min. von 6:00 - 20:45 Uhr)
 

Blick vom Matrashaus über den Königsjodler nach Südwesten
(Bildquelle: www.foto-webam.eu)

Eine Hütte des Österreichischen Touristenklubs ÖTK

ÖTK Österreichischer Touristenklub

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Roman Kurz
Hüttenwirt vom F.E. Matrashaus / Hochkönig
A-5505 Mühlbach, Austria
Tel. Hütte :   0043 6467 7566
Reservierungen bitte  über das Reservierungsformular !
 
 

Tel. Tal: +49 (0)8650-984733 (im Winter)

Für Reservierung/Stornierung benutzen Sie bitte unser Reservierungsformular (erreichbar über "Übernachtung >> Reservierungen").

Internet: www.matrashaus.at

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